Ghostwriting und Betrug – Wie erkenne ich einen Betrüger?

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In der Ghostwriting Branche sind viele schwarze Schafe unterwegs. Aufgrund dieser Tatsache entstehen Hürden für ehrliche Ghostwriter. Einen Betrüger zu erkennen ist nicht immer einfach. Zudem kommt es darauf an, was du als Betrug erachtest. In der Regel erkennst du einen Betrüger, achte dabei einfach auf dein Bauchgefühl. Folgende Betrugsfälle können auftreten:

Mögliche Betrugsfälle

1. Dein Geld wird gestohlen: Du erhältst keine Arbeit, obwohl du bezahlt hast. Das kommt häufig dann vor, wenn du das Geld per Post versendest.

2. Plagiat: Es kann passieren, dass du ein Plagiat erhältst. Du solltest unbedingt eine eigene Plagiatsprüfung machen, um die Einzigartigkeit deiner gekauften Arbeit zu überprüfen. Das kostet ca. 5-10€ bei plagscan.com. Beachte dabei, dass es vorkommen kann, dass dein Ghostwriter Literaturbeiträge aus dem Englischen übersetzt hat.

3. Qualität: Die Ausarbeitung erfüllt nicht die vereinbarten Anforderungen oder ist von minderwertiger Qualität. Dabei ist zu beachten, dass die Qualitätsbewertung subjektive und objektive Kriterien beinhaltet. Hier können oft Meinungsunterschiede auftreten. Achte deshalb darauf, dass du die Anforderungen klar kommuniziert hast. Eine gute Kommunikation zwischen dir und deinem Ghostwriter ist hier der richtige Weg.

Folgende Punkte können dir dabei helfen, einen Betrüger oder schlechten Ghostwriter zu erkennen

1. Bezahlmethode: Ein ehrlicher Ghostwriter wird dir seine Kontodaten geben. Mache nicht den Fehler, deinem Ghostwriter das Geld in einem Karton per Post zuzusenden. Wenn ein Ghostwriter verlangt, dass du ihm die Autorengage per Post zukommen lässt, ist das nicht per se ein Beweis für einen Betrüger, jedoch ein sehr starkes Indiz.

2. Transparenz: Achte auf die Transparenz deines Ghostwriters. Kennst du deinen Autor? Hast du ein Gesicht zur Arbeit? Ein Autor, der mit seinem Namen für seine wissenschaftliche Ausarbeitung steht, ist höchstwahrscheinlich ein ehrlicher Autor. Versuch deinen Autor zu Googlen und schau, ob du fündig wirst. Im besten Fall hast du sogar eine Adresse und kannst deinen Autor besuchen und persönlich kennenlernen.

3. Serviceangebot: Schau dir das Serviceangebot genau an. Hast du die Gelegenheit einen Feinschliff zu erhalten? Es kann vorkommen, dass du eine „wissenschaftliche Arbeit“ erhältst, mit der du nicht zufrieden bist und der Ghostwriter nicht bereit ist, deine Verbesserungsvorschläge umzusetzen. In diesem Fall würdest du dich vielleicht auch betrogen fühlen, wobei rein rechtlich kein direkter Betrug vorliegt, wenn die Möglichkeit zur Reklamation nicht vertraglich vereinbart wurde.

4. Preis der Arbeit: Wenn du ein utopisches Preisangebot erhältst, solltest du achtsam sein. Wenn dir ein Ghostwriter eine Masterarbeit für 1000€ anbietet, solltest du aufpassen. Dazu eine kleine Rechnung: Angenommen ein durchschnittlicher Monatslohn liegt bei 3500€ brutto. Der Beruf des Ghostwriters ist vom Niveau in die Kategorien von Anwälten und Ärzten einzuordnen, die eine höhere Gehaltsstufe bekleiden. Bei einer Autorengage von 1000€ müsste der Ghostwriter demnach 5 Masterarbeiten pro Monat anfertigen, um 5000€ brutto zu verdienen. Dann hätte ein Ghostwriter lediglich 6 Tage Zeit für eine Masterarbeit, wenn dieser 30 Tage am Stück arbeiten würde. Damit würde sich der Ghostwriter nur 5-6 Tage deiner Arbeit widmen können. Das möchtest du sicher nicht. Darüber hinaus solltest du dir einmal die Frage stellen: Würdest du für dieses Einkommen 5 Masterarbeiten pro Monat schreiben?

Im Endeffekt entscheidet deine Zufriedenheit darüber, ob du dich betrogen fühlst. Die meisten Ghostwriter handeln nicht mit der Absicht dich zu betrügen. Zufriedenheit ist allerdings auch eng mit deinen Erwartungen verknüpft. In diesem Artikel erklären wir dir, was Zufriedenheit ist und wie diese entsteht. Achte dabei immer darauf, dass du realistische Erwartungen hast. Google dazu einmal den Dunning-Kruger-Effekt und überlege, ob du tatsächlich in der Lage bist, die Qualität einer guten Bachelorarbeit nach objektiven Kriterien zu bewerten.